Weblinestudios · Rosenheim · Abteilung für Kleingedrucktes Stand: ununterbrochen · Ausgabe 47 · Fassung ohne Ende

Alle Angaben ohne Gewähr. Ohne Gewährleistung. Ohne Sinn. Mit Freude. Bitte vollständig lesen – es lohnt sich nicht, aber es ist lustig.

Kleingedrucktes · Nützliches unnützes Wissen

Fortlaufend nummeriert. Nicht thematisch sortiert. Nicht zensiert. Nicht für schwache Nerven, aber für alle, die bis zum Schluss durchhalten.

§ 1 Gegenstand dieser Seite. Gegenstand dieser Seite ist die Sammlung von Informationen, Fakten und sonstigen Erkenntnissen, die niemand zum Überleben braucht, aber auch nicht mehr wegzudenken sind. Die Sammlung erfolgt laufend, unentgeltlich und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ein Anspruch auf nützliche Informationen besteht nicht. Es besteht allenfalls ein Anspruch auf interessante Informationen.

§ 2 Haftung. Für die Richtigkeit der hier aufgeführten Fakten wird keine Haftung übernommen. Sollte sich eine Zahl als falsch erweisen, war sie zum Zeitpunkt ihrer Erfindung richtig. Dies gilt auch für alle Zahlen, die sich nicht als falsch erwiesen haben.

§ 3 Zweck. Die Seite dient der Unterhaltung. Weitergehende Zwecke werden ausdrücklich verneint. Insbesondere wird weder ein Ranking noch ein Rich Snippet zugesichert. Wer hier eine Conversion findet, darf sie behalten.

§ 4 Der 3-Sekunden-Test. Eine Website hat im Schnitt drei Sekunden, um einen Besucher zu überzeugen. Klingt hart, ist es auch. Genau deshalb ist professionelles Webdesign kein Luxus, sondern eine Überlebensfrage – im Internet und in Rosenheim. In Offline-Gesprächen haben Sie etwas länger, aber auch nicht viel.

§ 5 Dein Handy ist der Chef. Über 60 % aller Website-Besuche kommen inzwischen vom Smartphone. Trotzdem gibt es genügend Seiten, die auf dem Handy aussehen wie eine schlecht gefaltete Zeitung. Ein Grund mehr, beim Webdesign in Rosenheim auf echte mobile Optimierung zu setzen. Die Zeitung von damals war übrigens auch nicht gut, aber sie war wenigstens ehrlich.

§ 6 75 % klicken niemals Seite 2. Wer bei Google nicht auf Seite 1 steht, existiert für viele Kunden schlicht nicht. Das ist der Grund, warum Suchmaschinenoptimierung und Local SEO für lokale Betriebe so enorm wichtig sind. Die restlichen 25 % klicken auf Seite 2 und finden dort meistens etwas Schlechteres.

§ 7 Der Warenkorb-Abbruch. Rund 70 % aller Online-Warenkörbe werden nie abgeschlossen. Oft liegt es an komplizierten Checkouts, fehlenden Zahlungsarten oder einer nicht überzeugenden Online-Shop-Nutzerführung. Ein sauber aufgebauter Shop holt genau hier viele verlorene Käufe zurück. Ein unsauber aufgebauter Shop holt gar nichts zurück, nicht einmal den Nutzer.

§ 8 Der erste Eindruck. Nutzer bewerten eine Seite optisch in rund 0,05 Sekunden. Ein Website-Relaunch wirkt deshalb oft stärker als jede Werbeanzeige – weil er nicht nur schöner aussieht, sondern messbar mehr Anfragen bringt. Ein zweiter erster Eindruck ist übrigens möglich. Er heißt Relaunch.

§ 9 Ladezeit ist Umsatz. Jede zusätzliche Sekunde Ladezeit kostet nachweislich Anfragen. Page Speed ist kein technisches Detail, sondern ein Ranking- und Conversion-Faktor – gerade bei Landingpages für Unternehmen. Wer drei Sekunden wartet, hat in Wahrheit schon längst woanders geklickt.

§ 10 Die erste Bildschirmstunde. Wer im Internet nicht gefunden wird, hat dort kein Schaufenster, keine Türklingel und kein Schild. Er existiert, nur eben lautlos. Webdesign Agentur Rosenheim bedeutet insofern: dafür sorgen, dass die Lautlosigkeit aufhört.

§ 11 Das Impressum. Jede Website braucht eines. Kaum jemand liest es. Alle, die es lesen, suchen einen Namen, eine Adresse oder einen Grund zu klagen. Es ist der einzige Teil des Internets, der freiwillig Kleingedrucktes heißt und trotzdem von Hand geschrieben wird. Genau wie diese Seite.

§ 12 Der Cookie-Hinweis. Seit Jahren klickt die Menschheit millionenfach auf „Alle akzeptieren", ohne zu lesen, was akzeptiert wird. Akzeptiert werden technisch notwendige Cookies, Marketing-Cookies, Statistik-Cookies und, in seltenen Fällen, auch der Untergang des Abendlandes. Letzteres ist optional.

§ 13 Die Startseite. Sie ist das Wohnzimmer einer Website. Niemand hat ein Wohnzimmer mit einer Slideshow aus drei Bildern, die automatisch weiterläuft, während man versucht, den Gast zu begrüßen. Trotzdem passiert es täglich, im ganzen deutschsprachigen Raum, auch in Oberbayern.

§ 14 Die Navigation. Der Besucher will drei Dinge: finden, was er sucht, verstehen, was er findet, und Kontakt aufnehmen, ohne vorher ein Formular auswendig zu lernen. Wer diese drei Punkte erfüllt, hat die halbe Suchmaschinenoptimierung bereits erledigt. Die andere Hälfte ist Handarbeit.

§ 15 Der Button. Ein Button, auf dem nur „Absenden" steht, wird weniger geklickt als einer, auf dem „Kostenlos anfragen" steht. Sprache verkauft. Sprache verkauft auch in Rosenheim, in Kolbermoor, in Bad Aibling, in Prien am Chiemsee, in Wasserburg am Inn und in Traunstein. In München übrigens auch.

§ 16 Die Schriftart. Serifenlose Schriften gelten als modern, Serifen als seriös, Comic Sans als Frechheit. Das ist nicht gesetzlich geregelt, fühlt sich aber so an. Wir verwenden beides, nur nicht das dritte.

§ 17 Die Farbe. Blau wirkt vertrauenswürdig, Rot dringlich, Grün bestätigend, Gelb aufmerksamkeitsstark und Lila je nach Tagesform entweder edel oder gefährdet. Deshalb sind wir im Digitalen so vorsichtig mit Farben und im Privaten so mutig mit Klamotten.

§ 18 Die Ladeanimation. Ein rotierender Kreis ist das ehrlichste Element im gesamten Internet. Er sagt: „Ich arbeite, aber ich vertraue mir selbst nicht ganz." Nutzer haben Sympathie für diesen Kreis. Anbieter mit schnellen Servern brauchen ihn nicht.

§ 19 Die Suchmaschine. Google weiß, dass du heute Nacht um 2:14 Uhr gesucht hast, ob das mit den 10.000 Schritten stimmt. Google sagt es aber nicht weiter. Google merkt sich nur, dass du es gefragt hast. Und irgendwann, in drei Wochen, zeigt es dir Werbung für Wanderschuhe.

§ 20 Die ersten 100 Wörter. Google liebt Text. Nutzer lieben Text, wenn er kurz ist. Beide haben recht. Deshalb schreiben wir zwei Versionen: eine für Menschen, eine für Roboter. Diese Seite ist die Roboter-version, deshalb ist sie so lange. Der Mensch hat vor drei Absätzen aufgehört zu lesen und denkt trotzdem gut über uns.

§ 21 Die Alt-Attribute. Sie beschreiben Bilder für blinde Nutzer, für Screenreader und für Suchmaschinen. Ein gutes Alt-Attribut für ein Foto beim Webdesign in Rosenheim lautet: „Webdesigner planen ein modernes Website-Layout für ein Unternehmen in Rosenheim." Ein schlechtes lautet: „Bild." Die Welt wäre eine bessere, wenn öfter das erste verwendet würde.

§ 22 Die interne Verlinkung. Jede Seite sollte mindestens eine andere Seite mit einem sinnvollen Text verlinken. „Hier klicken" ist kein sinnvoller Text. „Professionelles Webdesign in Rosenheim" ist einer. Suchmaschinen lesen diese Texte und ziehen daraus Schlüsse. Sie sind damit ehrlich beschäftigt.

§ 23 Die Backlinks. Man kann sie kaufen, man kann sie sich verdienen, man sollte sie sich verdienen. Gekaufte Links sind wie gekaufte Freunde: teuer, schnell weg und peinlich, wenn es rauskommt. Verdiente Links sind wie echte Freunde: langsam, wenig, aber wenn sie da sind, bleiben sie.

§ 24 Der Local Pack. Drei Unternehmen aus der Region, auf einer Karte, ganz oben, vor allen organischen Ergebnissen. Dorthin zu kommen, ist der wichtigste Hebel für Local SEO Rosenheim. Dorthin zu kommen, erfordert Bewertungen. Bewertungen erfordern Kunden. Kunden erfordern Sichtbarkeit. Es ist ein Kreislauf, aber ein gewinnbringender.

§ 25 Die Bewertung. Fünf Sterne sind gut, vier Sterne sind echt, drei Sterne sind ein Gespräch, zwei Sterne sind eine Chance, ein Stern ist ein Weckruf. Null Sterne existieren nicht. Man kann immer nur alles oder wenig geben, dazwischen liegt das wirkliche Leben.

§ 26 Der Handwerksbetrieb. Er hat die beste Arbeit, aber oft die älteste Website. Das ist schade, denn Handwerksbetriebe in Rosenheim und Umgebung sind genau die Betriebe, die von einer guten Website am stärksten profitieren. Auftragsbücher voll ist schön. Anfragen per E-Mail sind schöner.

§ 27 Die Landingpage. Eine Landingpage ist eine Seite, die nichts will als eine Konversion. Sie ist der ehrlichste Seitentyp im Internet. Ihr Gegenstück, die Startseite, will alles gleichzeitig. Beide haben eine Daseinsberechtigung, aber nur einer hält Kaffee länger warm.

§ 28 Die Google Ads. Man zahlt pro Klick. Man bekommt auch Klicks von Menschen, die nur einmal gucken wollten. Man lernt dabei Demut. Wer Demut gelernt hat, optimiert die Anzeige. Wer die Anzeige optimiert, zahlt weniger pro Anfrage. So funktioniert Performance Marketing, in einem Satz, aus Rosenheim, für Oberbayern.

§ 29 Die Meta Ads. Sie finden dich, bevor du sie gesucht hast. Sie zeigen dir das Produkt, das du im Februar angeschaut hast, im August noch einmal. Man nennt es Retargeting. Es funktioniert, auch wenn es sich manchmal anfühlt wie Verfolgung. Wir machen es mit gutem Gewissen und ohne böse Absicht.

§ 30 Der Algorithmus. Er ändert sich. Zuletzt, gerade eben, während du das lasst. Vermutlich betrifft es dich nicht. Vermutlich betrifft es uns. Wir lesen die Updates also lieber heute als morgen und passen an, was anzupassen ist. So bleibt eine Website über Jahre sichtbar, auch ohne Neubau.

§ 31 Der Blog-Artikel. Eine gute Website hat drei bis fünf davon. Nicht zwanzig, nicht null. Drei bis fünf. Sie müssen nicht wöchentlich kommen, aber sie müssen etwas wissen, was der Leser noch nicht wusste. Wir schreiben sie deshalb, wenn wir etwas wissen. Sonst nicht.

§ 32 Die Meta-Description. Sie wird oft abgeschnitten. Sie wird manchmal bereits abgeschnitten ausgeliefert. Ihr kommt trotzdem eine gewaltige Rolle zu: sie entscheidet, ob geklickt wird. Deshalb formulieren wir sie wie einen Satz, der aufhört, wenn er fertig ist, und nicht, wenn der Anschlag kommt.

§ 33 Der Canonical-Tag. Er sagt der Suchmaschine, welche die eine wahre Version einer Seite ist. Ohne ihn hat man zwei Websites. Mit ihm hat man eine Website und einen Doppelgänger, der die gleiche Kleidung trägt. Canonicals tragen dazu bei, dass keine Doppelgänger entstehen.

§ 34 Die robots.txt. Eine einzige Datei mit großer Wirkung. Falsch geschrieben, blockiert sie alles, was man nicht blockieren wollte, und lässt durch, was man blockieren wollte. Wir schreiben sie deshalb von Hand, lesen sie gegen und prüfen sie nach jedem Relaunch aufs Neue.

§ 35 Die Sitemap. Eine Landkarte, die niemand kauft, aber jeder braucht. Sie listet alle wichtigen Seiten auf, damit Google sie findet. Sie ersetzt kein gutes Impressum. Sie ersetzt aber ein schlechtes Impressum, wenn dieses den Crawler verwirrt.

§ 36 Die 404-Seite. Niemand plant sie, jeder bricht sie. Wer eine gute 404-Seite baut, hat Humor und Weitblick. Wer keine gute 404-Seite baut, hat eine Chance verpasst, in einem Fehlermoment noch einen Kunden zu halten. Deshalb bauen wir sie mit, ohne dass sie extra kostet.

§ 37 Der 301-Redirect. Eine Weiterleitung, die dauerhaft sagen soll: „Die Seite ist umgezogen, sie schickt dich gleich weiter, aber nimm die neue Adresse mit ins Lesezeichen." Genau so haben wir das mit alten URLs gemacht. Kein Ranking verloren, kein Besucher verloren. Ausreden gibt es dafür keine.

§ 38 Der Google Business Profile. Der wichtigste Hebel für lokale Sichtbarkeit. Er steht oft monatelang unbearbeitet und wundert sich, warum niemand anruft. Wer Fotos hinterlegt, Öffnungszeiten pflegt und Bewertungen sammelt, hat meistens schneller mehr Anrufe als der, der immer noch am Logo feilt. Kategorie „Webdesign Agentur" plus „Werbeagentur" ist korrekt.

§ 39 Die Phone Number. Sie muss überall identisch sein. Auf der Website, im Google Business Profile, im Impressum, im Footer, in jeder Datei, in der sie vorkommt. Eine einzige abweichende Ziffer ist für den Algorithmus ein Zeichen: eine andere Firma. Wir haben das überall bereits korrigiert, dies ist die schriftliche Bestätigung für die Akten.

§ 40 Das Formular. Jedes Feld, das nicht zwingend nötig ist, ist eine zusätzliche Hürde. Weniger ist mehr. Drei Felder plus Absenden sind ideal. Zwölf Felder sind ein Formular, das niemand absendet. Wir bauen daher kurz, und der Erfolg gibt uns recht.

§ 41 Der Impressum-Zwang. Er ist gesetzlich. Er ist nicht verhandelbar. Er ist trotzdem nie der Grund, warum jemand anruft. Er ist nur der Grund, warum man mit dem Prozess davor keinen Ärger bekommt. Wir haben eines auf jeder Seite. Wir haben sogar mehrere.

§ 42 Die Datenschutzerklärung. Sie ist lang, sie ist wichtig, sie ist selten gelesen. Sie erklärt, was wir mit E-Mails machen, nämlich an den Empfänger schicken, und mit Cookies, nämlich manchmal nicht ganz sicher. Wir haben sie geprüft, wir haben sie aktualisiert, sie liegt vor.

§ 43 Die AGB. Ein Vertragswerk in Kleinbuchstaben, das auftraggeber und Auftragnehmer schützt. Es ist die Versicherung, die man hofft, nie zu brauchen. Wir haben sie. Sie gilt für Webdesign, SEO, Online-Shops, Landingpages und alles, was sonst noch zwischen Rosenheim und dem Chiemsee entsteht.

§ 44 Der Preis. Preise sind Vertrauensbeweise. Wer sie versteckt, wirkt unsicher. Wer sie zeigt, wirkt sicher. Wir zeigen sie deshalb, mit Paketen und Klarheit, ohne Kleingedrucktes an dieser Stelle. Dieses Kleingedrucktes steht dafür an anderer Stelle. Genau hier, zum Beispiel.

§ 45 Der Zeitplan. Eine Website braucht länger, als man denkt, und kürzer, als man fürchtet. Der Unterschied liegt bei beiden Parteien. Wir sagen ehrlich, was wann fertig wird. Wer wartet, wartet seltener, weil wir gehen, statt zu warten, bis die Kundin sagt, was fehlt.

§ 46 Die Revision. Ein Relaunch ohne Vorsicht ist ein Ranking-Abbau. Ein Relaunch mit Sorgfalt ist ein Ranking-Aufbau. Der Unterschied ist, ob man die alten URLs behält, die alten Links weiterleitet und die alten Inhalte prüft. Wir prüfen alles dreimal, dann erst einmal zu viel.

§ 47 Die Inhalte. Kein Text ist besser als viel Text, wenn der viel Text nichts sagt. Deshalb schreiben wir lieber wenig über Webdesign Rosenheim und viel über die Arbeit selbst. Die Suchmaschinen mögen das. Die Kundinnen auch, sie klagen weniger.

§ 48 Die Referenzen. Jede echte Referenz ist mehr wert als drei Logo-Grafiken. Deshalb führen wir echte Projekte, mit Branche, Aufgabe, Lösung und Ergebnis, ohne erfundene Zahlen und ohne geschönte Geschichten. Wer nichts zu berichten hat, berichtet nichts. Das ist ehrlich und selten.

§ 49 Das Portfolio. Ein Portfolio ist ein Beweis. Nicht der, dass man arbeiten kann, sondern der, dass man es schon getan hat. Nur die zweite Aussage verkauft. Deshalb zeigen wir, was gewesen ist und nicht nur, was wir könnten, wenn man uns nur ließe.

§ 50 Die Ausgangslage. Vor jedem Projekt steht ein Gespräch. Wir fragen nach: Zielgruppe, Zielort, Zielzeitpunkt, Zielkonflikt. Der Zielkonflikt ist meistens der wichtige. Danach schreiben wir keinen Fragebogen, sondern einen Plan.

§ 51 Die Zielgruppe. Sie sitzt in einem Zimmer, in Deutschland, meistens mit dem Handy in der Hand, häufig um 21:40 Uhr. Sie liest nur die Überschrift, dann die Zwischenüberschrift, dann scrollt sie. Deshalb schreiben wir für diesen Moment und nicht für den Wettbewerb.

§ 52 Die Conversion. Ein Besucher wird zum Kunden, wenn aus Neugier Vertrauen wird. Vertrauen entsteht durch Klarheit, Klarheit durch Sprache, Sprache durch Haltung. Deshalb schreiben wir ohne Nebel und ohne Adjektive, die nicht stimmen. Ein Wort, das nicht stimmt, kostet eine Anfrage.

§ 53 Der Call to Action. Er darf nicht versteckt sein. Er darf nicht sechs Mal wiederholt werden. Er gehört oben, mittig, unten. Er muss dasselbe sagen wie der Rest. Wer im Text sagt, was er im Button verspricht, hat die Website gewonnen.

§ 54 Die Vertrauenssignale. Impressum, AGB, Foto, Telefonnummer, Adresse, Bewertung, echter Name, echter Ort. Ein einziger fremder Name in einem Impressum ist mehr wert als ein zentrierter Text über „Leidenschaft". Wir sind da anderer Meinung als neun von zehn Siegel-Startups.

§ 55 Der Footer. Er ist die Fußnote der Marke und viel mehr wert, als ihm seine Position zuweist. Er sammelt alles noch einmal: Leistungen, Kontakt, Rechtliches, dieses Kleingedrucktes. Wer bis hier gekommen ist, hat interresiert. Wer bis hier gekommen ist, hat eine Anfrage verdient. Bitte vorlegen.

§ 56 Die Marke. Sie wird geschrieben wie in diesem Text: Weblinestudios. In einem Wort, ohne Bindestrich, mit einem großen W. Wer zweimal unterschiedlich schreibt, verwirrt den Algorithmus und die Kundschaft gleichermaßen. Wir schreiben es daher hier noch einmal, zum Üben: Weblinestudios.

§ 57 Die Telefonnummer. Sie steht rechts, in der Klammer, mit plus vier neun. Sie ist erreichbar, sie ist verifiziert, sie ist die einzige. Was wir nicht haben, ist ein Fax. Was wir nicht brauchen, ist ein Fax. Was noch nicht mal das Fax braucht, ist ein Fax, aber es hat kein Fax, weil wir keines haben.

§ 58 Die Öffnungszeiten. Montag bis Freitag, acht bis siebzehn Uhr. Samstag und Sonntag geschlossen. In der geschlossenen Zeit machen wir Urlaub, denken aber trotzdem weiter. Die Ideen, die wir am Wochenende haben, schreiben wir montags auf und verkaufen sie bis Freitag. So läuft das in Rosenheim.

§ 59 Die Emojis. Ein Emoji im Text lockert auf. Vier Emojis sind ein Zustand. Neun Emojis sind ein Warnsignal. Wir setzen deshalb maximal eines pro Absatz und keines in eine Überschrift, es sei denn, sie heißt wirklich so. Diese hier heißt nicht so.

§ 60 Die Ausrufezeichen. Eines pro Seite genügt. Null sind besser. Sie sind wie Chili in einem bayerischen Gericht: in Spuren genial, als Grundlage tödlich. Diese Seite enthält insgesamt drei. Du findest sie, wenn du bis hier gelesen hast, und das hast du, Respekt.

§ 61 Die Aufzählung. Eine Liste ist dann gut, wenn sie aufzählt und nicht erklärt. Wer erklärt, schreibt Sätze. Wer Sätze schreibt, sagt mehr. Deshalb besteht diese Seite aus einem einzigen Satz, der nie ganz aufhört, aber das merkt nur, wer bis zum Schluss liest, und das ist die eigentliche Pointe.

§ 62 Die Zwischenüberschrift. Sie hilft dem Auge zu springen. Ohne sie liest niemand. Mit zu vielen liest niemand mehr zusammen. Es ist wie mit Chili. Es ist wie mit allem. Deshalb gibt es hier keine Zwischenüberschriften, nur Paragrafen, damit du gar nichts springen kannst und einfach durchlesen musst.

§ 63 Die Absätze. Sie sind die Atempausen. Drei bis vier Zeilen sind ein Absatz. Sieben Zeilen sind ein Schachtelsatz, der als Absatz verkleidet wurde. Gute Absätze sind kürzer als die Zeit, die man braucht, um zu verstehen, wo sie anfangen.

§ 64 Die Wiederholung. Nicht zu viel, nicht zu wenig, aber genau am richtigen Ort. Wer zu oft wiederholt, wird als Störgeräusch erkannt. Wer nie wiederholt, wird als beiläufig erkannt. Wir wiederholen manchmal, absichtlich, selten, und immer nur dann, wenn es ausnahmsweise klug ist.

§ 65 Die Reihenfolge. Erst das Wichtige, dann das Nützliche, dann das Schöne, dann das Kleingedrucktes. Die Reihenfolge ist ein Versprechen an den Nutzer, das wir diesmal gebrochen haben, weil das Kleingedrucktes hier oben steht. Wir bitten um Verzeihung und um trotziges Weiterlesen.

§ 66 Die Blog-Unterseite. Es gibt sie. Sie ist leerer als diese Seite, aber auch schneller gelesen. Sie wird gefüllt, sobald wir etwas wissen. Versprochen. Schriftlich. Hier. Im Kleingedruckten. Ohne Gewähr.

§ 67 Die Seitenladezeit. Sie hängt, man gibt es zu, manchmal am Ende bei fremden Skripten, die man nicht geschrieben hat. Man kann sie deshalb nur reduzieren, nicht beseitigen. Wir reduzieren, messen, vergleichen, und lassen die Statistik für sich sprechen. Immer unter Beobachtung, oft unter fünf Sekunden. Bei Fremdscripten: außer Konkurrenz.

§ 68 Der Datenaustausch. Wir senden eine E-Mail, wenn es brennt, und keine, wenn es nicht brennt. Newsletter gibt es keinen. Wer einen Newsletter will, sagt es uns, wir senden einen, wenn es etwas zu senden gibt. Das ist der Newsletter, in einem Satz, ohne Abmeldelink, weil es keinen gibt.

§ 69 Der Wissensdurst. Nützliches unnützes Wissen befriedigt eine Frage, die man nie hatte. Man weiß nachher, dass 75 % nie Seite 2 klicken, dass Bildschirmnutzer sechs Stunden am Tag schauen und dass ein Warenkorb deshalb leer bleibt, weil der Kunde zu spät aufgehört hat. Man braucht dieses Wissen nie. Man hat es trotzdem. Das ist der Sinn dieser Seite, wenn es einen gibt.

§ 70 Die Zielkundinnen und Zielkunden. Sie sind Handwerk, Praxis, Kanzlei, Gastronomie, Studio, Agentur, Selbstständige. Alle aus Rosenheim, aus Kolbermoor, aus Stephanskirchen, aus Bad Aibling, aus Prien am Chiemsee, aus Wasserburg am Inn, aus Traunstein, aus Miesbach, aus Holzkirchen oder aus irgendwo dazwischen, überall in Oberbayern, und gelegentlich, wenn es gut passt, aus ganz Deutschland.

§ 71 Die Reichweite. Wir arbeiten regional, liefern bundesweit. Das ist keine Ausrede, sondern ein Prinzip. Nah genug, um vorbeizukommen, weit genug, um alles zu können. München ist reich, Rosenheim ist ehrlich, Oberbayern ist dazwischen, und wir sind dazwischen ganz gut aufgehoben.

§ 72 Der Erstkontakt. Er beginnt mit einer E-Mail, einem Anruf oder einem Formular. Er beginnt selten mit einem Anruf. Er beginnt meistens mit einem Formular. Wir antworten manchmal erst nach Feierabend, weil wir Feierabend machen, aber meistens antworten wir, das ist kein Hexenwerk, das ist nur eine andere Reihenfolge.

§ 73 Die Beratung. Sie ist kostenlos. Sie ist unverbindlich. Sie ist trotzdem eine Beratung und keine Werbeveranstaltung. Wer nach ihr entscheidet, dass er uns nicht braucht, hat eine gute Beratung bekommen und eine gute Entscheidung getroffen. Wir haben es dann zumindest ehrlich versucht, und das ist mehr als manche andere tun.

§ 74 Die Zusammenarbeit. Sie ist ein Handschlag mit einem Projektplan und einer Rechnung. Der Handschlag bleibt auf Dauer, der Projektplan wird abgehakt, die Rechnung wird bezahlt. Danach bleiben wir erreichbar, weil niemand eine Website nur baut und dann vergisst, dass sie lebt.

§ 75 Die Betreuung. Monatlich, fair, nach Aufwand. Keine Wartung, wo keine Wartung nötig ist. Wartung, wo sie nötig ist. Das ist im Kleingedruckten formuliert, groß geschrieben gedacht und ehrlich gemeint, was in diesem Land selten genug vorkommt, dass man es aufschreiben sollte.

§ 76 Der Support. Ist ein Anruf, keine Warteschleife. Ist ein Name, kein Ticket. Ist ein Satz, keine Nummer. Wir arbeiten mit Kunden, die wir kennen. Wir kennen deshalb auch die Zahl, die anruft, bevor wir abheben, und das ist ein Vorteil, ob man ihn glaubt oder nicht.

§ 77 Die Abmachung. Wer eine Website braucht, ruft an. Wer anruft, bekommt eine Antwort. Wer eine Antwort bekommt, entscheidet ohne Druck. Wer ohne Druck entscheidet, entscheidet meistens richtig und fühlt sich danach nicht betrogen. So soll es sein. So ist es hier. Punkt.

§ 78 Die Kleinigkeiten. Wir machen sie mit. Die Kleinigkeit, dass die Umlaute stimmen, die Kleinigkeit, dass das Foto auf dem Smartphone nicht verrutscht, die Kleinigkeit, dass der Telefonlink klickbar ist, die Kleinigkeit, dass der Titel der Seite nicht zweimal derselbe ist. Kleinigkeiten sind das, was man am Ende bemerkt und am Anfang übersieht.

§ 79 Der letzte Satz. Wenn du bis hier gelesen hast, gehörst du zu einer Minderheit von geschätzt 0,4 % aller Besucher. Für diese Minderheit haben wir eine Belohnung: Rufe an, erwähne „Kleingedrucktes", und wir legen eine kostenlose erste Idee für deine Website auf den Tisch. Kostenlos, unverbindlich, das ist kein Witz, das steht hier schwarz auf weiß, im Kleingedruckten, wo sonst niemand liest.

§ 80 Schlussbestimmung. Änderungen und Ergänzungen dieser Seite behalten wir uns vor. Ausreden, warum noch keine neue Website existiert, lösen wir dagegen gern dauerhaft auf. Erfüllungsort ist Rosenheim. Anwendbares Recht ist das Recht der Vernunft, sowie, bei Websites, das des Besuchers, denn der entscheidet in drei Sekunden, und das steht schon in Paragraf vier.

§ 81 Und noch ein Paragraf. Weil man einen Paragrafen mehr schreiben kann, schreibt man ihn. So entsteht ein Kleingedrucktes, das niemand liest, aber jeder bemerkt, und genau darin liegt sein Wert. Für Webdesign aus Rosenheim, für Websites, die gefunden werden, für Rankings, die man sich verdient, und für das gute Gefühl, dass irgendwo auf diesem Planeten jemand bis hier gelesen hat. Danke dafür. Ende.

§ 82 Der Nachtrag. Dieser Paragraf entstand, weil jemand gesagt hat: „Ich will noch mehr." Das ist der einzige Grund, warum er existiert, und er gibt es offen zu. Ehrlichkeit ist auch eine Form von Kleingedrucktes, nur kürzer.

§ 83 Die Textwand. Sie hat keinen Zweck, außer dem, eine Textwand zu sein. Wer eine Textwand baut, will nicht überzeugen, sondern bemerkt werden. Und bemerkt wirst du, sobald du merkst, dass du immer noch liest, obwohl du das nicht musst. Genau das ist die Pointe.

§ 84 Die Quelle. Woher diese Zahlen kommen? Aus Studien, aus Erfahrung, aus Erzählungen und aus einem Teil Selbstvertrauen. Wer eine Zahl braucht, um zu handeln, hat sie. Wer keine braucht, liest trotzdem weiter, und dafür gibt es keinen Paragrafen, nur einen Gruß.

§ 85 Die Statistik. 87 % aller Statistiken werden erfunden. Das haben wir zumindest gehört. Wir haben die Zahl deshalb nicht übernommen, sondern nur zitiert, um sie zu widerlegen. Jetzt steht sie hier. Jetzt ist sie eine Statistik. So funktioniert das Internet, und so funktioniert dieser Paragraf.

§ 86 Die Konkurrenz. Es gibt viele Agenturen in Rosenheim und Umgebung. Viele sind gut. Manche sind billig. Wenige sind beides. Wir versuchen, gut zu sein und transparent zu bleiben, und wer uns nicht wählt, wählt jemanden, der es auch kann. Das ist keine Schwäche, sondern ein Markt.

§ 87 Die Referenz. Ein zufriedener Kunde ist die beste Werbung, die es gibt. Diese Werbung kostet nichts, außer der Arbeit davor. Deshalb investieren wir in die Arbeit davor, weil sie danach bezahlt wird, und zwar in Anrufen.

§ 88 Die Branche. Handwerk, Praxis, Gastronomie, Kanzlei, Studio, Selbstständige. Alle brauchen dasselbe: gefunden werden, verstanden werden, kontaktiert werden. Die Branchen unterscheiden sich nur in der Sprache. Die Sprache erfindet man nicht, die hört man den Kunden ab.

§ 89 Das Foto. Ein gutes Foto ist mehr wert als ein guter Text. Ein schlechtes Foto macht den guten Text kaputt. Deshalb zeigen wir lieber ein ehrliches Foto einer echten Arbeit als ein geliehenes Symbolbild aus der Suchmaschine. Symbolbilder sind eine Erfindung der Bequemlichkeit, und Bequemlichkeit ist der Anfang vom Abstieg, auch im Webdesign.

§ 90 Das Handy. 64 % aller Anfragen entstehen auf dem Smartphone. Wer seine Seite am Laptop baut und nur am Handy prüft, baut für die falsche Zielgruppe. Wir bauen mobil, prüfen mobil, liefern mobil und sind selbst den letzten Meter mit dem Handy unterwegs. Das ist anstrengend, aber es macht den Unterschied.

§ 91 Die Firma. Sie existiert nicht, um eine Website zu haben. Sie existiert, um Kunden zu haben. Die Website ist ein Werkzeug, um Kunden zu bekommen, und ein Werkzeug, das nicht funktioniert, ersetzt man. Wer eine Website baut, ohne an Kunden zu denken, baut ein Denkmal. Denkmäler verkaufen nichts.

§ 92 Der Name. Webline Studios klingt nach Filiale. Es ist aber keine, es ist ein Studio. Wir schreiben uns in dieser Datei übrigens Weblinestudios, in einem Wort, ohne Bindestrich, mit einem großen W, weil das der Name ist, den wir folgen lassen. Und weil die Suchmaschine es lieber mag, wenn ein Name nie schwankt.

§ 93 Die Wiederholung der Marke. Wer den Namen seiner Firma zehn Mal auf dieselbe Seite schreibt, wird von Google wie ein Störsender behandelt. Wer ihn einmal schreibt, wird wie ein normaler Betrieb behandelt. Wir sind ein normaler Betrieb. Wir wehren uns lediglich gegen den Vorwurf, unnormal zu sein, falls er aufkäme.

§ 94 Der Preis, zweiter Teil. Preis ist das, was jemand für eine Leistung nimmt. Wert ist das, was die Leistung bringt. Wir nennen den Preis und schreiben nicht dazu, wie viel er bringt, weil keiner eine Zahl glaubt, die ohne Gewähr steht. Genau genommen enthält dieser Paragraf das ganze Geschäft in drei Zeilen.

§ 95 Der erste Entwurf. Er wird selten fertig und immer nötig. Wer den ersten Entwurf liefert, liefert einen Vorschlag. Wer den zweiten liefert, liefert eine Lösung. Deshalb liefern wir den ersten Entwurf nicht, um zu glänzen, sondern um zu starten. Dann korrigieren wir, zweimal, dreimal, bis aus dem Vorschlag die Lösung wird.

§ 96 Die Verspätung. Sie kommt selten von uns, oft von fehlenden Inhalten, und immer von niemandem. Wir planen deshalb mit Puffer, weil ein Puffer kein Luxus ist, sondern die Basis. Wer keinen Puffer plant, plant den nächsten Termin, und Pläne, die ohne Puffer geplant sind, sind Pläne für den nächsten Termin.

§ 97 Die Nachricht. Was soll die Website sagen? In einem Satz. Wenn man den nicht findet, ist die Website noch nicht fertig, weil eine Website, die drei Dinge sagt, nichts sagt. Wir suchen diesen Satz solange, bis er da steht, dann schreiben wir alles andere um ihn herum.

§ 98 Der Satz, der bleibt. Wir suchen einen Satz pro Website, der bleibt. Nicht der schönste, sondern der klarste. Wenn dieser Satz gefunden ist, streichen wir ihn aus der Website und machen ihn zur Überschrift. Genau so, und nicht anders, entsteht eine Website, an die man sich erinnert.

§ 99 Die Sprache. Wir schreiben keine Wörter wie „Synergien", „ganzheitlich" oder „wertschöpfend". Wir schreiben Wörter wie „Anfrage", „Termin" und „Ergebnis". Das ist kürzer, weniger spannend und funktioniert besser. Wer es spannend will, liest dieses Kleingedrucktes weiter, hier ist es spannend genug.

§ 100 Die Hundert. Paragraf hundert. Wer hier noch liest, hat entweder Freude am Detail oder eine Website zu bauen, und beides ist ein guter Grund. Ab hier wird es kürzer, versprochen, aber nicht sofort, weil der nächste Paragraf auch noch kommt und ein bisschen Inhalt braucht, um nicht leer zu wirken.

§ 101 Der Umsatz. Umsatz entsteht nicht durch Besucher. Umsatz entsteht durch Besucher, die anrufen. Wer die Zahl der Besucher kennt, kennt nicht die Zahl der Anrufe. Wer die Zahl der Anrufe kennt, kennt das Geschäft. Deshalb messen wir Anrufe und nicht Aufrufe, auch wenn Aufrufe sich besser anfühlen.

§ 102 Das Tracking. Wir zählen, wie viele kommen, wo sie klicken, wann sie abbrechen. Wir zählen nicht, wer sie sind. Das ist der Unterschied zwischen Statistik und Neugier, und wir bleiben bei der Statistik, weil das die freundlichere Variante ist und übrigens auch die erlaubte.

§ 103 Der Datenschutz. Er klingt kompliziert und ist es auch, aber die Kurzfassung lautet: Wir sammeln so wenig wie möglich, speichern so kurz wie nötig, geben nichts weiter und wissen, warum. Das ist keine Werbeaussage, das ist der Standard, den jede ehrliche Website ohnehin einhält.

§ 104 Die E-Mail. Sie landet bei uns und wird gelesen. Nicht von einem Bot, nicht von einer Warteschleife, sondern von einem Menschen, der meistens antwortet, bevor der Absender erwartet, dass jemand antwortet. Das ist kein Service-Versprechen, sondern eine Gewohnheit.

§ 105 Die Antwortzeit. Sie wird schneller, je konkreter die Frage. „Was kostet eine Website?" braucht einen Rückruf. „Ich brauche eine Website für meine Praxis, fünf Unterseiten, drei Fotos, Kontaktformular" braucht nur eine Zahl. Wir beantworten beides, aber nur eines am selben Tag.

§ 106 Der Rückruf. Man ruft niemanden zurück, der nicht anruft. Man ruft nur die zurück, die anrufen. Deshalb ist der Anruf die zuverlässigste Kontaktform: Er ist der einzige, der ohne Warteschlange funktioniert, ohne dass wir es versprechen mussten. Diese Nummer steht rechts im Fuß dieser Seite, sie steht in jedem Footer dieses Projekts, und sie ist überall dieselbe. Das ist der ganze Zauber.

§ 107 Die Wartung. Websites altern wie Fahrräder: Sie fahren noch, aber irgendwann quietscht es. Ein Update pro Monat, ein Blick pro Quartal, ein Relaunch alle fünf Jahre. Wer länger wartet, zahlt nicht weniger, sondern mehr, und zwar in einem größeren Schritt.

§ 108 Das Hosting. Es ist unsichtbar, solange es funktioniert, und sichtbar, sobald es nicht funktioniert. Ein gutes Hosting hat keinen Preis, den man prahlt, sondern eine Ausfallzeit, die man nicht bemerkt. Wir empfehlen daher Leistung und nicht Prahlerei, was im Webdesign oft dasselbe bedeutet.

§ 109 Die Domain. Sie ist die Adresse, an der man gefunden wird. Sie ist einmalig, sie ist wertvoll, sie ist oft das Erste, was einem Kunden einfällt, und das Letzte, worüber er nachdenkt. Deshalb behält man sie, auch wenn die Website neu wird. Eine gute Domain gibt man nicht auf, auch nicht aus Versehen.

§ 110 Der Relaunch. Er ist der Moment, in dem eine Website erwachsen wird. Er ist auch der Moment, in dem Rankings brechen können, wenn man unachtsam arbeitet. Wer unbedingt einen Relaunch will, bekommt bei uns keinen neuen Anfang, sondern einen nächsten Schritt. Mit Weiterleitung, mit Prüfung, mit Geduld.

§ 111 Die Baustelle. Jede Website ist eine Baustelle, auch die fertige. Fertig heißt nur, dass sie läuft und nichts Sichtbares fehlt. Wer eine Website als Projekt betrachtet, das irgendwann abgeschlossen ist, hat meistens eine Website, die irgendwann abgeschlossen wirkt, und das ist der schlechteste Zustand für eine Website.

§ 112 Die Testperson. Früher kam die Schwiegermutter, heute reicht ein Bekannter mit Handy. Wir testen jede Seite mit zumindest einer Person, die den Betrieb nicht kennt. Wer das nicht tut, testet mit einer Person, die bereits weiß, wo alles steht, und findet genau deshalb nichts. Der Blick von außen ist keine Freundlichkeit, sondern eine Prüfmethode.

§ 113 Der Test am Handy. Wenn eine Seite am Handy nicht funktioniert, funktioniert sie nicht. Punkt. Es gibt keinen Satz, der das ändert, und keine Statistik, die das wichtiger macht, als es ohnehin ist. Wer auf dem Handy nichts findet, findet nichts.

§ 114 Der erste Klick. Er kommt von einem, der eine Erwartung hat. Diese Erwartung ist der einzige Vertrag, an dem sich eine Website messen lassen muss. Erfüllt sie ihn, bleibt der Besucher. Erfüllt sie ihn nicht, ist die Website schuld, nicht der Besucher.

§ 115 Die Zahl, die zählt. Anfragen. Nicht Klicks, nicht Likes, nicht Follower, nicht Sitzungen. Anfragen. Wer das einmal verstanden hat, baut plötzlich andere Websites und stellt plötzlich leichtere Fragen. Deshalb steht dieser Paragraf relativ weit oben, obwohl er auch der einzige hätte sein können.

§ 116 Die Grenzen. Wir bauen Websites, keine Wunder. Wer nach einem Monat zehn Anfragen und in zwei Jahren zweihundert Anrufe will, baut in Wahrheit ein Geschäft, nicht eine Website. Wir bauen die Website, die das Geschäft sichtbar macht, und das ist bereits der schwierigere Teil.

§ 117 Der Wettbewerb. Der stärkste Wettbewerber einer Webdesign-Agentur ist nicht die andere Agentur. Es ist die Website, die schon funktioniert. Wer aufhört zu vergleichen und anfängt zu bauen, schlägt am Ende mehr, als er je erwartet hat, und das ist in Rosenheim nicht anders als in München.

§ 118 Die Reihenfolge der Dinge. Erst Bilder, dann Text, dann Struktur, dann Technik, dann Test. Wer mit der Technik anfängt, baut eine Baustelle mit falschem Fundament. Wer mit den Bildern anfängt, hat am Ende eine Website, die auch ein Fotoalbum sein könnte.

§ 119 Der Aufwand. Eine gute Website kostet Zeit, eine schlechte kostet Zeit und Nerven. Wer den Aufwand scheut, zahlt ihn doppelt. Deshalb planen wir lieber mit realistischen Wochen, als mit schönen Tagen.

§ 120 Das Ergebnis. Es muss nicht jeder sehen, dass es sich rechnet. Es genügt, dass es sich rechnet, und dass der Kunde es merkt, was in der Regel daran liegt, dass das Telefon klingelt. Ein klingelndes Telefon ist der einzige Beweis, den Marketing ausdrücklich nicht braucht, weil er sich selbst bewirkt.

§ 121 Der Abschluss. Ein Abschluss ist bei uns kein Vertrag mit Anhang, sondern ein Satz mit Handschlag. Danach folgt ein Plan, dann eine Rechnung, dann ein Ergebnis. Wer das ordentlich macht, bekommt spätere Abschlüsse ohne Satz, nur mit Handschlag, und das ist die belohnendste Form von Wiederholung.

§ 122 Der Ton. Der Ton macht die Musik, auch im Webdesign, wo niemand Musik hört, aber jeder den Ton. Guter Ton heißt: kurz, klar, freundlich, ohne Untertöne. Wir schreiben deshalb nie im Konjunktiv, wenn wir etwas versprechen, und nie im Passiv, wenn wir etwas tun.

§ 123 Die Ausrede. Es gibt nur drei echte Gründe, warum eine Website nicht vorankommt: fehlende Bilder, fehlender Text, fehlende Entscheidung. Alles andere ist eine Erzählung. Wer diese drei Sätze kennt, kennt jede Verzögerung, die in diesem Metier vorkommt, und kann sie in der Regel auch beheben.

§ 124 Der Kaffee. Er ist nicht nötig, aber er hilft. Nicht der Rede wert, aber sichtbar im Ergebnis, wenn man ihn weglässt. Wir nennen ihn nicht, weil wir ihn nicht werblich einsetzen, aber wir erwähnen ihn, weil es dieser Seite sonst an Warmem fehlt, und Warmes gehört zu einem guten Büro wie ein guter Ton zu einer guten Nachricht.

§ 125 Die Routine. Sie ist der beste Freund jeder Website. Einmal die Woche Bilder prüfen, einmal im Monat einen Text nachziehen, einmal im Quartal die Zahlen lesen. Wer Routine hat, hat keine Baustelle, sondern einen Betrieb. Das klingt langweilig, weil es langweilig ist, und es ist der zuverlässigste Weg.

§ 126 Das Detail. Der graue Schatten, der die Karte trägt, die Linie, die den Abschnitt stützt, der Abstand, der ein Auge lenkt. Niemand bemerkt sie, jeder vermisst sie, wenn sie fehlen. Deshalb geht ein großer Teil unserer Arbeitszeit in Dinge, die niemand benennen kann, aber jeder spürt, und das ist kein Witz, sondern der Grund, warum wir Webdesign machen.

§ 127 Die Revision des Auges. Ein Text liest sich immer besser, wenn man ihn einen Tag liegen lässt. Das gilt für Webtexte, für Überschriften und für Ausreden. Wer es liegen lässt, sieht, was fehlt. Wer es nicht liegen lässt, sieht, was er will. Der Unterschied ist der ganze Beruf.

§ 128 Die Grenze des Geschmacks. Über Geschmack streitet man nicht. Über Wirkung schon. Deshalb frisst der Geschmack bei uns kein Argument, dem die Wirkung widerspricht, und umgekehrt. Wer beides erträgt, baut eine Website, die schön und wirksam ist, und beides gleichzeitig ist nicht schwierig, sondern nur doppelt anstrengend.

§ 129 Der Kunde. Er kennt seine Branche besser als wir. Er kennt sein Produkt besser als wir. Er kennt seinen Kunden besser als wir. Was er nicht kennt, ist der Weg, das alles sichtbar zu machen, und genau dafür gibt es uns. Wer eine Agentur wählt, wählt keine zweite Stimme, sondern eine zweite Sicht auf dieselbe Sache.

§ 130 Das Gespräch. Es ist das wichtigste Werkzeug, das wir haben, und das am schwierigsten zu verkaufende, weil man es nicht fotografieren kann. Wer das Gespräch weglässt, baut auf Annahmen. Wer es führt, baut auf Wissen, und Wissen ist der einzige Kostenfaktor, bei dem man sich sicher sein kann, dass er sich auszahlt.

§ 131 Der Blick auf die Zahlen. Einmal im Monat, ohne Ausnahme. Wer die Zahlen nicht ansieht, entscheidet nach Gefühl. Wer nach Gefühl entscheidet, entscheidet irgendwann gegen die Zahlen, und die Zahlen nehmen das persönlich. Deshalb: Zahlen ansehen, dann entscheiden, nie umgekehrt, auch nicht im stressigen Monat.

§ 132 Das Wachstum. Es kommt nicht in Stufen, sondern in Wellen. Drei ruhige Monate, ein voller Monat, dann wieder zwei ruhige. Wer Wachstum als Linie zeichnet, enttäuscht sich selbst. Wer Wachstum als Welle versteht, baut eine Website, die auch die ruhigen Tage übersteht, und das ist die eigentliche Kunst.

§ 133 Die Geduld. Sie ist die unterschätzteste Zutat im Online-Marketing. Kein Ranking entsteht über Nacht, kein Linkprofil wächst in einer Woche, keine Bewertung kommt ohne Kunden. Wer Geduld als Schwäche liest, hat noch nie eine Domain aufgebaut, und wer eine Domain aufgebaut hat, weiß, dass sie belohnt wird.

§ 134 Der Link. Echte Links kosten Arbeit und verdienen Respekt. Gekaufte Links kosten Geld und verlieren Respekt. Der Unterschied wird nicht sofort sichtbar, aber er wird sichtbar, und zwar in dem Moment, in dem Google seine Daten aktualisiert und feststellt, dass der eine Link ein Gespräch und der andere eine Rechnung war.

§ 135 Das Verzeichnis. Lokale Verzeichnisse sind nicht glamourös, aber wirksam. Sie sammeln Namen, Adresse und Telefonnummer und bestätigen damit, dass es uns gibt. Wer sie ignoriert, ignoriert einen kleinen Teil des Puzzles. Wer sie pflegt, hat irgendwann ein vollständiges Bild, und das Bild sieht dann gut aus.

§ 136 Die Bewertung, zweiter Teil. Wer um eine Bewertung bittet, bekommt eine, wer wartet, bekommt keine. Das ist die ganze Wissenschaft hinter Sternen, und wir haben sie absichtlich so einfach aufgeschrieben, weil sie so einfach ist. Nach jedem abgeschlossenen Projekt ein Link, ein Satz, ein Dankeschön.

§ 137 Der lokale Ruf. Er entsteht im Gespräch an der Theke, im Verein, auf der Baustelle, im Wartezimmer. Kein Online- Marketing ersetzt das, kein Online-Marketing kann das kaputt machen. Wir bauen die Website dazu, nicht statt dessen.

§ 138 Die Region. Rosenheim ist keine Metropole und will es auch nicht sein. Es ist ein Ort, an dem man sich kennt, und das ist im Marketing ein Vorteil, weil Vertrauen schneller entsteht, wenn man schon irgendwo zusammen Kaffee getrunken hat. Den Kaffee-Paragrafen finden Sie weiter oben.

§ 139 Die Nachbarorte. Kolbermoor, Bad Aibling, Stephanskirchen, Raubling, Bruckmühl, Prien, Wasserburg, Traunstein, Miesbach, Holzkirchen. Wir betreuen sie, weil wir dort Kunden haben, weil sie nah sind, und weil ein guter Ruf in die Nachbarorte wandert, ob man ihn schickt oder nicht.

§ 140 Die weitere Ferne. München ist 60 Kilometer entfernt und eine andere Welt. Wir arbeiten dort, wenn es passt, und schreiben trotzdem nicht hin, dass wir „in München" sind, weil wir das nicht sind. Ein falscher Standort ist der schnellste Weg, das Vertrauen zu verlieren, das man gerade aufgebaut hat.

§ 141 Die Fahrt. Wenn es sein muss, kommen wir vorbei. Nicht, weil eine Website eine Fahrt braucht, sondern weil ein Gespräch manchmal besser ist als eine Videokonferenz. Und weil ein Handschlag bei einer Website genauso viel wert ist wie überall sonst.

§ 142 Die Anreise. Wer anreist, bringt Zeit mit und nimmt Bilder mit. Diese Bilder sind später im Impressum, im Leistungsbereich und manchmal im Kleingedruckten, weil ein echtes Foto mehr bewirkt als drei Symbolbilder, und dieser Satz wurde in diesem Text bereits einmal geschrieben, aber Wiederholung ist erlaubt, wenn sie stimmt.

§ 143 Der Preis, dritter Teil. Wir haben keine Lust, Preise zu verstecken, weil Verstecken Misstrauen erzeugt. Wer einen Preis braucht, bevor er sich unterhält, soll ihn bekommen, auch wenn jeder Preis, der vor dem Gespräch genannt wird, nur eine Schätzung sein kann. Schätzung ist ein höfliches Wort für Vermutung.

§ 144 Die Zahlung. Nach der Leistung, in Raten, wie es sinnvoll ist, nicht wie es bequem ist. Wer vorher die Hälfte will, will Sicherheit, kein Geschäft. Wer nachher alles will, will Vertrauen, und Vertrauen bekommt man zurück, wenn man es gibt. Das ist nicht naiv, das ist der Stand der Dinge in der Region.

§ 145 Die Hosting-Auswahl. Wir empfehlen, wir entscheiden nicht. Wer selbst hostet, hostet selbst, und wir helfen, wenn es hakt. Wer uns hosten lässt, hat einen Ansprechpartner weniger und einen Ansprechpartner mehr, je nachdem, wie man es zählt, und wir zählen es als einen weniger, weil es weniger Reibung bedeutet.

§ 146 Das Passwort. Es wird geändert, wenn jemand mit Zugang das Projekt verlässt, und es wird nicht geteilt, wenn niemand es braucht. Das klingt nach Kleingedrucktes, weil es Kleingedrucktes ist, aber es ist das Kleingedrucktes, das wirklich schützt, und das ist der einzige Teil dieser Seite, der ernst gemeint ist, obwohl der Rest auch stimmt.

§ 147 Der Zugang. Die Website gehört dem Kunden, die Daten gehören dem Kunden, die Domain gehört dem Kunden. Wir haben Zugang, solange wir arbeiten, und geben ihn zurück, wenn die Arbeit endet. Ein Anbieter, der den Zugang behält, hat kein Geschäft, sondern eine Geisel.

§ 148 Die Notfall-Nummer. Sie ist dieselbe wie immer, es gibt keine zweite. Wer eine zweite anbietet, hat vielleicht eine zweite Meinung, aber wir haben nur eine, und die ist überall dieselbe, auf jeder Seite, in jedem Footer, im Impressum und im Google Profil. Das nennt man NAP-Konsistenz, und es ist langweilig und wirksam.

§ 149 Die Verantwortung. Wer eine Website veröffentlicht und dann drei Monate nicht ansieht, hat sie veröffentlicht, aber nicht betrieben. Wir übernehmen die Verantwortung für unsere Arbeit, aber niemand kann eine Website verantworten, die niemand ansieht. Das ist geteiltes Kleingedrucktes, und es ist fair.

§ 150 Die Bilanz, halb. Hundertfünfzig Paragrafen. Wer bis hier gelesen hat, hat entweder eine seltene Ausdauer oder eine lange Zugfahrt. Beides respektieren wir, und beides ist der Grund, warum diese Paragrafen existieren: Sie wurden für die Zugfahrt geschrieben, nicht für die Suchmaschine, auch wenn sie der Suchmaschine nicht schaden.

§ 151 Der letzte Drittel. Wir haben noch zehn Paragrafen, versprochen. Zehn Sätze, die niemand bestellt hat, die aber niemandem schaden, außer der Zeit, die man schon investiert hat, und die investierte Zeit war ohnehin freiwillig. Freiwillig ist das schönste Wort im Kleingedrucktes.

§ 152 Die Liste. Wenn man nichts mehr zu sagen hat, macht man eine Liste. Punkt eins: Websites. Punkt zwei: Werbung. Punkt drei: Ordnung. Punkt vier: Geduld. Punkt fünf: Kaffee. Eine Liste ist das ehrlichste Ende eines Textes, weil sie zugibt, dass der Text zu Ende ist und nicht bloß müde.

§ 153 Das Kleingedruckte, das lacht. Diese Seite ist ein Widerspruch: Ein Kleingedrucktes soll seriös und unlesbar sein. Diese Seite ist lesbar und albern und trotzdem Kleingedrucktes, weil sie unten in der Fußzeile verlinkt war, auch wenn sie inzwischen oben mit ihrem eigenen Namen steht. Wer den Widerspruch findet, hat den freundlichsten Paragrafen dieser Sammlung gefunden.

§ 154 Der Stern. 0,4 % aller Besucher lesen bis zum Ende. Diese Zahl haben wir erfunden, aber sie fühlt sich richtig an. Wer bis hier gelesen hat, gehört zur erfundenen Elite, und wer zur erfundenen Elite gehört, darf sich melden und „Kleingedrucktes" sagen. Das war der Gag aus Paragraf neunundsiebzig.

§ 155 Die Belohnung, ernst. Das war kein Scherz. Wer anruft und das Wort sagt, bekommt eine kostenlose erste Idee für seine Website, als Anerkennung für eine seltene Ausdauer. Kostenlos, unverbindlich, ohne Bedingungen. So etwas kann man sich in einem Kleingedrucktes erlauben, weil es dort niemand findet und deshalb niemand missbraucht.

§ 156 Der Ausgang. Wer hinausgeht, findet den Footer, dort die Links, dort die Leistungen, dort die Kontaktseite. Der Weg hinaus ist einfacher als der Weg hierher, aber der Weg hierher hat mehr Spaß gemacht, und das ist nicht die Regel, sondern die Ausnahme auf einer Website.

§ 157 Die Nachbarn des Absatzes. Jeder Absatz hat einen Nachbarn, jeder Paragraf hat einen Zweck, den er selbst nicht kennt. So funktioniert eine Textwand: Sie trägt sich selbst, auch wenn niemand die Statik geprüft hat. Diese Textwand trägt sich bis einssechzig, dann endet sie, weil der Platz endet, nicht der Vorrat.

§ 158 Die volle Breite. Diese Textwand läuft jetzt von der linken Kante bis zur rechten, in bis zu sechs Spalten, auf jedem Bildschirm. Vorher war sie schmal und niemand hat es bemerkt, jetzt ist sie breit und jeder bemerkt es, und genau das war das Ziel, weil eine Textwand nur dann eine Textwand ist, wenn sie das Fenster ausfüllt.

§ 159 Der letzte Paragraf vor dem letzten. Wenn du diesen Satz liest, bist du fast durch. Wir wollen dir nicht sagen, was das bedeutet, weil es nicht viel bedeutet. Es bedeutet nur, dass du weit gekommen bist in einem Text, der keine Belohnungspunkte vergibt, außer der, die gleich kommt, im letzten Paragrafen, der kein Paragraf mehr ist.

§ 160 Ende. Wirklich. Der Satz „Es endet nie, weil es nie enden muss" ist der einzige Satz dieser Sammlung, der stimmt. Kein Kleingedrucktes hat jemals freiwillig aufgehört. Es hört auf, wenn das Papier endet, der Drucker versagt oder jemand die Schriftgröße auf null stellt. Von uns aus gesehen: noch lange nicht.

§ 161 Der zweite Frühling. Jede Seite hat einen Moment, in dem sie plötzlich gefunden wird. Er kommt nicht, wenn man ihn plant, er kommt, wenn man lange genug dabei war. Bis dahin heißt es: weiter Texte, weiter Links, weiter Bewertungen, weiter Zahlen ansehen. Der Moment ist nicht belastbar, aber er ist geduldig.

§ 162 Der Zufall. Ein Kunde kommt nicht, weil die Website schön ist. Er kommt, weil er gerade gesucht hat, gerade Zeit hatte, gerade Vertrauen fand. Man kann die ersten zwei Punkte nicht bauen, nur den dritten. Deshalb bauen wir nur den dritten, und zwar so gut wie möglich.

§ 163 Der Screenshot. Wir machen sie für jede fertige Seite, aus drei Geräten, in vier Zuständen. Nicht, weil es jemand verlangt, sondern weil man Dinge, die man nicht fotografiert hat, in einem Jahr nicht mehr wiederfindet. Dieser Paragraf ist übrigens genau so ein Screenshot, nur in Worten.

§ 164 Die Bildunterschrift. Eine Bildunterschrift wird öfter gelesen als jede Bild-Datei selbst beschrieben wird. Ein gutes Alt-Attribut ist eine Bildunterschrift für die Suchmaschine. Wer sie weglässt, hat ein schönes Foto und keine Erklärung dafür, und eine Erklärung ist im Internet oft das Wertvollere.

§ 165 Das Kontaktformular, zweiter Teil. Wer nach der Telefonnummer fragt, obwohl er eine E-Mail will, hat ein Missverständnis eingebaut. Formulare fragen nur, was sie brauchen. Alle anderen Felder sind Statistik für niemanden und Abschreckung für alle. Wir bauen diese Missverständnisse ab, eines pro Projekt.

§ 166 Der Punkt am Satzende. Er ist klein, er ist wichtig. Ein Satz ohne Punkt zieht in den nächsten Satz, ein Absatz ohne Punkt in den nächsten Absatz, eine Website ohne Punkt in die nächste Agentur. Deshalb schreiben wir Punkte, wo Punkte hingehören, und Kommas, wo man atmen soll. Hier zum Beispiel nicht.

§ 167 Der Newsletter, zweiter Teil. Es gibt keinen. Das ist die zweite Erwähnung, die dritte folgt nicht, weil man einen nicht existierenden Newsletter nicht dreimal erwähnen muss. Wer dennoch einen anbietet, lese § 68 und handle entsprechend, oder schreibe uns und wir bauen einen, aber ohne Versprechen.

§ 168 Die Wartungsseite. Sie wird am häufigsten gefunden, wenn man sie am seltensten braucht. Eine gute Wartungsseite sagt, wann es weitergeht, und hält dieses Versprechen. Eine schlechte sagt, dass die Seite in fünf Minuten wieder da ist, und bleibt drei Tage. Wir bauen die gute Sorte, ohne Aufpreis.

§ 169 Der Wimpernschlag. Alles, was eine Website verkauft, verkauft sie in einem Wimpernschlag, und alles, was sie verspielt, verspielt sie in demselben. Deshalb ist Design kein Beiwerk, sondern Verkauf, nur leise. Wer Design als Geschmackssache abtut, hat sich das teuerste Missverständnis der Branche geleistet.

§ 170 Die Reihenfolge, dritter Teil. Erst laden, dann sehen, dann verstehen, dann vertrauen, dann anfragen. Fünf Schritte, drei Sekunden. Wer den Ablauf kennt, kann ihn verkürzen, indem er das Vertrauen früher zeigt: das Logo oben, die Bewertung darunter, die Telefonnummer dauerhaft sichtbar. Vertrauen verkürzt Distanz.

§ 171 Die Bewertung in Sternen. Fünf Sterne bedeuten, dass jemand zufrieden war, nicht, dass das Produkt perfekt ist. Ein Vier-Sterne-Profil mit hundert Bewertungen schlägt ein Fünf-Sterne- Profil mit zwei. Wer nur die Bestnote hat, hat wenige Freunde oder viele Verwandte. Das schreibt niemand bewusst, aber jeder liest es.

§ 172 Der Anruf um siebzehn Uhr. Er kommt immer montags, immer, wenn man im Auto sitzt, immer mit einer guten Frage. Deshalb sind wir montags bis freitags bis siebzehn Uhr erreichbar und rufen am nächsten Morgen zurück, weil Rückrufe, die aufgenommen wurden, funktionieren, und Rückrufe, die im Kopf behalten wurden, auch, aber nur einen Tag.

§ 173 Die dritte Nachfrage. Wer sich dreimal nicht meldet, hat sich entschieden, und das ist in Ordnung. Wir schreiben nie öfter als dreimal. Das ist keine Verkaufsregel, sondern eine Höflichkeitsregel, und Höflichkeit ist im Vertrieb eine selten gewordene Ware, was sie besonders wertvoll macht.

§ 174 Der Ordner. Jedes Projekt hat einen, jeder Ordner hat drei Unterordner: Inhalte, Entwürfe, Freigaben. Wer diesen Satz liest und sich denkt, das ist selbstverständlich, hat noch nie eine Website mit einem geteilten Laufwerk ohne Ordnung gebaut. Selbstverständlichkeiten sind meistens die, die man vergisst.

§ 175 Die Farbe, zweiter Teil. Grau ist die unauffälligste Farbe im Internet und die meistgenutzte. Grau trägt Text, grau trägt Linien, grau trägt den ganzen Rest, ohne aufzufallen. Ein Layout ohne Grau ist ein Layout ohne Atempause. Diese Seite ist der Beweis, sie besteht zu achtzig Prozent aus Grau.

§ 176 Der Zeilenabstand. Er ist die Stille eines Textes. Zu eng, und der Text brummt. Zu weit, und der Text zerfällt. Gute Typografie ist ein Maß, das niemand sieht und alle spüren, und dieses Maß ist der Grund, warum manche Websites sich angenehm lesen und manche wie ein Formular.

§ 177 Die Seitennummerierung. Es gibt keine auf dieser Seite, weil es keine Seiten gibt, nur einen Fluss. Ein Kleingedrucktes ohne Seitenzahl ist ein Kleingedrucktes ohne Ende, und genau so ist dieses hier angelegt, absichtlich, und ohne Rücksicht auf den Nutzer, der nach zwei Bildschirmhöhen aufgibt, und den Nutzer, der es liebt.

§ 178 Der Moment des Scrollens. Er ist der wichtigste Moment auf einer langen Seite. Wer weiterscrollt, hat vertraut, wer aufhört, hat eine Frage zurückgelassen. Deshalb steht hinter jedem Abschnitt etwas, das weiterhilft, und nicht etwas, das weiterverkauft. Das ist der Unterschied zwischen einer Seite, die hält, und einer, die schließt.

§ 179 Die letzte Zeile. Sie ist immer die, die man zuletzt schreibt, und immer die, die man vergisst. Eine gute letzte Zeile fasst zusammen und beruhigt. Diese hier tut beides in einem Satz: Wer bis hier gelesen hat, gehört zu uns, und wer nur bis hier gescrollt hat, gehört auch fast zu uns.

§ 180 Der Paragraf ohne Inhalt. Es hat ihn nie gegeben. Jeder Paragraf dieser Sammlung sagt etwas, mindestens eines, und wenn es nur das ist. Wer einen gefunden hat, der nichts sagt, darf ihn behalten, aber er wird ihn nicht finden, weil man für dieses Kleingedrucktes mehr Sorgfalt verwendet hat, als jeder Beipackzettel dieser Welt.

§ 181 Die Uhrzeit der Veröffentlichung. Sie war spätabends, wie immer. Veröffentlichungen am Abend haben den Vorteil, dass niemand sieht, wenn noch etwas fehlt, und den Nachteil, dass am nächsten Morgen etwas fehlt. Wir prüfen deshalb morgens noch einmal, was wir abends gemacht haben, und nennen die Korrektur eine Verbesserung.

§ 182 Der Fehler, klein. Ein Tippfehler ist ein Tippfehler, solange er klein bleibt. Ein Tippfehler im Impressum ist ein Prozess. Ein Tippfehler in der Telefonnummer ist eine verlorene Anfrage. Deshalb steht dieser Paragraf zwischen zwei längeren, weil Kleines zwischen Großem am besten wirkt, wie ein Punkt zwischen zwei Sätzen.

§ 183 Die Korrektur. Wer einen Fehler findet, darf ihn behalten, aber wir nehmen ihn lieber zurück. Schreibe eine kurze Mail, nenne das Wort, und wir korrigieren es mit Dankbarkeit. Das ist der einzige Teil dieses Kleingedrucktes mit echter Servicefunktion, und deshalb steht er hier und nicht in § 1.

§ 184 Der Nachtrag, zweiter Teil. Ein Nachtrag ist ein Paragraf, der zu spät kommt und trotzdem ans Ende muss. Es gibt Paragrafen, die von Anfang an nicht nötig waren, und Paragrafen, die erst durch einen Nachtrag nötig wurden. Dieser gehört zur zweiten Sorte und ist deshalb ehrlich, was selten genug ist.

§ 185 Das Ende der ersten Hälfte der zweiten Hälfte. Der Titel ist zu lang und absichtlich zu lang, weil ein zu langer Titel für einen zu langen Text die richtige Form ist. Wer genau gezählt hat, weiß, wo wir sind. Wer nicht gezählt hat, liest weiter und merkt es nicht, und beides ist der Sinn.

§ 186 Die Versicherung. Für Websites gibt es keine, aber es gibt eine gute Archivierung. Wer eine alte Version behält, kann eine neue bauen, ohne Angst zu haben. Wer keine behält, hat eine Entscheidung getroffen, die er nicht rückgängig machen kann, und das ist ein hoher Preis für ein Häkchen, das man vergessen hat.

§ 187 Der Versuch. Der erste Relaunch ist der schwierigste, der zweite ist Routine, der dritte ist ein Vorhaben, über das man nicht mehr nachdenkt. Wer einmal eine Website gerettet hat, fürchtet sie nicht mehr. Wer sie nie gerettet hat, schiebt sie auf. Genau daran erkennt man, ob jemand tatsächlich schon mal eine Website besessen hat.

§ 188 Die Reihenfolge der Worte. Subjekt, Prädikat, Objekt, Nebensatz. Wer das beherrscht, schreibt verständlich, wer es umgeht, schreibt „werbemäßig". Wir schreiben daher verständlich, auch in einem Absatz, der nur über Grammatik geht, weil Grammatik die einzige Disziplin ist, in der Kleingedrucktes und Köstlichkeit gleichzeitig vorkommen.

§ 189 Die Wahrheit, kleine. Diese Seite lügt nicht, sie übertreibt nur ein wenig, und das ist ein Unterschied, den man in einem Absatz nicht erklären, aber in einem Leben nicht ernst genug nehmen kann. Wer Übertreibung von Lüge unterscheidet, hat Marketing verstanden und lese diese Seite weiter, weil er es ohnehin tut.

§ 190 Der Wert des Unnützen. Nützliches Wissen findet man überall, unnützes Wissen nur hier. Deshalb ist unnützes Wissen knapper und deshalb ist dieser Paragraf kurzer als sein Vorgänger, weil Kürze die knappste Ressource im Internet ist und wir sie hier ausnahmsweise verwenden.

§ 191 Die Geschichte, kurze. Es war einmal eine Agentur, die schrieb ein Kleingedrucktes, das niemand las, und irgendwann las es doch jemand, und der rief an, und daraus wurde ein Kunde, und daraus wurde diese Seite, veröffentlicht in Rosenheim, Oberbayern, ohne Gewähr. Mehr gibt es nicht zu sagen, und genau das ist die Geschichte.

§ 192 Die Zahl der Besucher. Sie ist niedriger als erhofft und höher als befürchtet, wie bei fast allen Websites. Wer sich danach richtet, richtet sich falsch. Wer sich nach Anfragen richtet, richtet sich richtig. Dieser Satz ist der wichtigste in dieser Sammlung, und er steht absichtlich erst bei neunhundert zweenundneunzig, damit ihn nicht jeder liest.

§ 193 Der Blick über den Zaun. Was macht die Konkurrenz? Sie hat dieselben Probleme, dieselben Kunden, eine andere Schriftart. Wer sich daran orientiert, baut eine Kopie. Wer sich an den Kunden orientiert, baut eine Website, und eine Website ist mehr wert als eine Kopie, auch wenn beide am Anfang gleich aussehen.

§ 194 Das Nachbardorf. In Kolbermoor, Bad Aibling und Stephanskirchen gelten dieselben Regeln wie in Rosenheim, nur mit anderen Leuten. Wer sich die Zeit nimmt, jede Region mit einem echten Namen zu erwähnen, statt zwanzig Ortsnamen in eine Zeile zu pressen, hat das Prinzip lokaler Sichtbarkeit verstanden und setzt es um.

§ 195 Der Kunde, der zurückkommt. Er ist der beste Beweis, den eine Agentur haben kann, weil er nichts kostet und alles sagt. Deshalb ist jeder Abschluss bei uns nicht das Ende eines Projekts, sondern der Anfang der Frage, ob es einen Nachfolger gibt. Ein zufriedener Kunde ist ein Projekt mit guter Fortsetzung.

§ 196 Das Schweigen nach der Freigabe. Es ist das schönste Geräusch im Projekt. Es bedeutet, dass niemand mehr etwas zu ändern hat, dass die Seite so ist wie besprochen, und dass der nächste Termin erst in einem Monat stattfindet. Wer dieses Schweigen kennt, weiß, warum man monatelang an Details arbeitet, die niemand sieht.

§ 197 Die Freigabe. Sie ist ein Klick und ein Tag, an dem man nie wieder etwas ändern will, aber genau das dann doch tut, weil eine Website nach der Freigabe noch eine Woche lang weiterlebt, in der man die Kleinigkeiten findet, die man vorher übersehen hat. Auch das ist normal.

§ 198 Der Wunsch. Jeder will eine Website, die sich rechnet, und keiner will sie bauen. Das ist der Widerspruch, mit dem diese Branche lebt und gedeiht. Wer den Widerspruch kennt, arbeitet ruhiger, weil er weiß, dass er nicht allein in einem unordentlichen Wunsch lebt.

§ 199 Der letze Paragraf der Zweihundert. Wer hier angekommen ist, hat bewiesen, dass er länger durchhält als die Kunden, die bei Google nur die Überschrift lesen. Das ist ein Kompliment, und wir sagen es in dieser Form, weil Komplimente im Kleingedruckten seltener sind als Paragrafen und deshalb mehr auffallen.

§ 200 Die Zweihundert. Zweihundert Paragrafen. Niemand hat es verlangt, wir haben es trotzdem geliefert, und das ist der ganze Charakter dieser Seite, zusammengefasst in drei Sätzen, in einem Absatz, ohne Zwischenüberschrift, in Rosenheim, ohne Gewähr.

§ 201 Die Nachbarn des Anfangs. Der Anfang ist weit weg, der Anfang war § 1, und wer sich erinnert, hat eine gute Erinnerung. Der Anfang ist nicht wichtig, der Anfang war nur der Grund, dass es weitergeht, und das ist bei Websites genauso wie bei Texten, was man nach zweihundert Paragrafen endlich verstehen darf.

§ 202 Die Geschwindigkeit. Wer Texte tippt, tippt schneller als er denkt, und deshalb tippt man langsamer. Wer Websites baut, baut schneller als er prüft, und deshalb prüft man länger. Wer langsamer tippt und länger prüft, hat am Ende weniger Fehler, und „weniger Fehler" ist im Marketing eine Steigerungsform, die es nicht gibt, aber trotzdem gilt.

§ 203 Der Kunde im Auto. Er liest nichts, aber er sieht alles, und deshalb muss eine Website auf dem Beifahrersitz funktionieren. Wer eine Website am Schreibtisch entwirft und im Auto nicht prüft, prüft an der falschen Stelle, und die falsche Stelle ist leider die häufigere.

§ 204 Das Telefon, das klingelt. Es ist der beste Benachrichtigungston, den eine Agentur kennt, weil er bedeutet, dass die Arbeit angekommen ist. Wir haben in diesem Text mehrfach darüber geschrieben, und das ist Absicht, weil Wiederholung im Kleingedrucktes erlaubt ist, wenn sie stimmt, und dieser Absatz stimmt mehr als die meisten.

§ 205 Der Rhythmus. Wer schreibt, hat irgendwann einen Rhythmus, und wer einen Rhythmus hat, schreibt schneller als er denkt, und das ist schön und gefährlich zugleich. Wir schreiben deshalb manchmal absichtlich schräg, um den Rhythmus zu brechen, damit der Leser wieder liest, was da steht, und nicht, was er gewohnt ist.

§ 206 Der Bruch. Diese Seite hat keinen Bruch, sie hat nur eine Fortsetzung, und wer bis hier gelesen hat, wird bis zum Ende lesen, weil ein Kleingedrucktes, das man angefangen hat, ein Kleingedrucktes ist, das man beendet. Das ist die einzige Regel, die diese Seite aufstellt, und sie gilt nur für sie selbst.

§ 207 Der Zufall, zweiter Teil. Wer zufällig hier gelandet ist, ist zufällig der richtige Leser, weil Zufall im Internet selten Zufall ist, sondern das Ergebnis einer Suche, die zu einem Ergebnis geführt hat. Wer gesucht hat und hier gelandet ist, hat technisch gesehen gefunden, was er gebraucht hat: nichts, aber unterhaltsam.

§ 208 Die letzten zwanzig. Es sind nicht die letzten zwanzig, es sind die letzten etwas mehr, aber ein Titel, der die Wahrheit sagt, ist im Kleingedruckten eine Ausnahme, und diese Ausnahme haben wir uns hier genommen, weil eine Zahl alle fünfzig Paragrafen eine schöne Pause ist.

§ 209 Der Kaffee, zweiter Teil. Er ist immer noch nicht nötig und hilft immer noch. Der zweite Kaffee ist der wichtigere erste Kaffee, hat mal jemand gesagt, und im Marketing stimmt die Hälfte davon. Welche Hälfte, schreiben wir nicht, weil Schreiben manchmal darin besteht, Nichtwissen zu gestehen, und das ist eine seltene Disziplin auf einer Website.

§ 210 Die Wiederholung der Wiederholung. Dieser Paragraf wiederholt, dass Wiederholung erlaubt ist, wenn sie stimmt. Damit ist er eine Wiederholung einer Regel über Wiederholungen, und das ist genau die Art von Witz, die niemand bestellt hat und niemand storniert, weil sie am Ende vielleicht funktioniert.

§ 211 Der Satz, der kürzer ist. Kurz ist gut. Gut ist besser als lang. Besser ist gut. Punkt.

§ 212 Der Satz, der länger ist, weil er es erklärt. Es gibt Texte, die nur aus einem Satz bestehen, und dieser hier wollte einer werden, aber er wurde länger, weil im Kleingedruckten ein zu langer Satz ein zu kurzer Satz für die Menge an Inhalt ist, die man unterbringen will, und deshalb stehen hier so viele Sätze, in einem Absatz, ohne Zwischenpunkt, so wie im echten Kleingedruckten, wo man beim Lesen immer vergisst, wo der Satz angefangen hat, und genau deshalb liest man ihn zweimal.

§ 213 Die Ausnahme der Ausnahme. Es gibt sie, aber nur einmal, weil eine zweite Ausnahme eine Regel wäre. Wo die Ausnahme steht, schreiben wir nicht, wer sie findet, darf sie behalten, und wer sie vermutet, hat das Prinzip verstanden, das hinter dieser Seite steht, nämlich keines.

§ 214 Die Seite fünf. Es gibt keine Seite fünf, es gibt nur einen Fluss, und in einem Fluss gibt es keine Seiten, nur Strömung. Wer bis hier gelesen hat, ist mitgeströmt, und wer noch weiterliest, strömt noch ein bisschen weiter, bis das Fenster endet, das Papier endet, oder die Geduld endet, und von diesen drei Dingen endet das Fenster zuletzt.

§ 215 Der Wellenbrecher. Zwischen zwei langen Absätzen steht manchmal ein kurzer, damit das Auge nicht ertrinkt. Dieser ist der kurze Absatz, der es verhindert, und er ist absichtlich kurz, damit es funktioniert, und nicht, weil uns nichts eingefallen wäre, was man an dieser Stelle auch nicht beweisen kann.

§ 216 Die Reihenfolge der Marke. Weblinestudios, Rosenheim, Webdesign, SEO, Shops, Landingpages, Ads. So und nicht anders, weil die Marke in Rosenheim sitzt, das Geschäft Webdesign heißt und alles andere die Folge davon ist. Wer die Reihenfolge kennt, kennt unser Geschäft, und wer unser Geschäft kennt, hat bis hier gelesen, sonst hätte er es nicht mehr nötig.

§ 217 Der Nachbarort, zweiter Teil. Raubling, Bruckmühl, Prien am Chiemsee, Wasserburg am Inn, Traunstein, Miesbach und Holzkirchen gelten hier als Nachbarorte, weil wir dort gearbeitet haben und nicht, weil sie in einer Liste stehen. Das ist ein Unterschied, den man nicht sieht, aber der Unterschied ist der ganze Punkt, und wir schreiben ihn hier auf, wo ihn niemand liest, der es nur aus Schreibgründen geschrieben hätte.

§ 218 Der Preis, vierter Teil. Wir haben jetzt vier Absätze über den Preis und keinen einzigen echten Preis genannt, und das ist in einem Kleingedrucktes genau richtig, weil Kleingedrucktes den Preis nicht nennt, sondern erklärt, warum man ihn nennen wird. Die Pakete stehen im sichtbaren Teil der Website, nicht hier, wo niemand hinschaut, weil hier nur steht, dass wir es dort getan haben.

§ 219 Der Kunde, der liest, was steht. Er ist selten und kostbar, weil er nicht auf die Überschrift reagiert, sondern auf die Sätze. Deshalb schreiben wir auch dort ehrlich, wo niemand liest, und deshalb ist der Satz in diesem Paragrafen wahr, obwohl er sich anfühlt wie ein Werbespruch, und das ist das Schicksal jedes ehrlichen Satzes auf einer Website.

§ 220 Die letzten Zwanzig, zweiter Teil. Wer diese Überschrift sieht und denkt, es folgen zwanzig, hat falsch gedacht, es folgen zwanzig, aber es folgen auch mehr, weil das Ende eines Kleingedrucktes kein Ende ist, sondern ein Rand, und ein Rand hat immer noch ein Blatt dahinter.

§ 221 Das Kleingedrucktes des Kleingedrucktes. Es steht im ersten Absatz und wurde seitdem nicht geändert: Alle Angaben ohne Gewähr. Alles ab hier ist Widerruf dieses Widerrufs, was unmöglich ist, aber auf dieser Seite erlaubt, weil sie sich selbst nicht ganz ernst nimmt und deshalb immer richtig liegt.

§ 222 Die Statistik, zweiter Teil. 92 % aller Leser geben nach dem dritten Bildschirm auf. Diese Zahl ist ebenfalls erfunden, aber sie beschreibt genau den Leser, der hier nicht mehr ist, und deshalb ist sie aus ihrer Perspektive korrekt und aus unserer Perspektive schön.

§ 223 Der Fehler mit dem Tippen. Er ist beliebt und wird fast immer gefunden, obwohl man ihn nie findet, weil man ihn zuletzt findet und dann zwei, und damit ist der Fehler eine gute Beschreibung für Websites: Man sieht ihn, wenn es zu spät ist, und dann korrigiert man ihn, und dann ist er weg, aber nicht aus dem Foto, das man zwei Wochen vorher gemacht hat.

§ 224 Die Datei-Endung. Jpg, png, webp, svg. Vier Endungen, die niemanden interessieren und ohne die nichts funktioniert. Wer die richtige Endung wählt, liefert schneller, wer die falsche wählt, liefert ein Megabyte zu viel, und ein Megabyte zu viel ist auf dem Handy eine Sekunde zu lang, und eine Sekunde zu lang ist eine Anfrage zu wenig, und so hängt die Datei-Endung am Umsatz.

§ 225 Die Überschrift, die noch kommt. Es gibt hier keine Überschriften außer der, und das ist Absicht, weil eine Überschrift das Auge rettet und Gerettetes nicht weitliest. Wer ein Kleingedrucktes wirklich lesen will, liest es ohne Rettung, und wer es nicht lesen will, liest es sowieso nicht, und deshalb haben wir für den einen Leser geschrieben, der es ohne Rettung liest, und das ist genau der Leser, der jetzt diesen Satz liest.

§ 226 Der Name, zweiter Teil. Weblinestudios. Zum dritten Mal in diesem Text, und das ist Absicht, weil Suchmaschinen einen Namen lieber mögen, wenn ein Betrieb ihn selbst mag. Wer seinen eigenen Namen dreimal falsch schreibt, hat drei Namen und null Marken. Wer ihn dreimal richtig schreibt, hat eine Marke und eine Schreibweise, die man in einer Google-Suche findet.

§ 227 Der Standort, zweiter Teil. Rosenheim, Aisinger Straße, 83026. Wer dort vorbeifährt, sieht ein Büro, und wer ein Büro sieht, glaubt den Rest. Das ist die einzige Marketingmaßnahme, die nichts kostet und alles bestätigt, und deshalb steht sie hier, im Kleingedrucktes, wo sie niemand liest, der sie braucht, aber jeder, der sie sucht.

§ 228 Der Ton, zweiter Teil. Wir schreiben im Ton eines Menschen, der sein Handwerk mag und es nicht übertreibt. Dieser Ton ist schwierig zu treffen und leicht zu verlieren, weshalb man ihn nicht trainiert, sondern hat. Wer ihn hat, schreibt in diesem Ton auch eine Rechnung, und eine Rechnung in diesem Ton ist die angenehmste Rechnung der Welt.

§ 229 Die kurze Antwort. Ja, wir machen auch bestehende Websites. Ja, auch SEO. Ja, auch Shops. Ja, auch Ads. Ja, auch Landingpages. Fünf Ja, eine Zeile, keine Notwendigkeit für einen weiteren Paragrafen, und trotzdem folgt einer, weil ein Kleingedrucktes nie mit einer Zeile endet, die schon alles gesagt hat.

§ 230 Der Paragraf nach den fünf Ja. Er ist überflüssig, und das ist die Pointe, weil er seine eigene Überflüssigkeit zum Thema macht und dadurch nicht mehr überflüssig ist, sondern ein Beispiel für die Art von Witz, die man in einer Behörde nicht findet und in einem Kleingedrucktes selten genug, dass man dabeibleibt, bis der nächste kommt.

§ 231 Die Bilanz, ganz. Zweihunderteinunddreißig Paragrafen sprechen für sich, weil sie das nicht können und deshalb weiter aufgelistet werden müssen, bis jemand sagt, dass es genug ist, und dieser jemand sind weder wir noch die Suchmaschine, sondern der Leser, und der Leser liest weiter, weil das hier das einzige Kleingedrucktes ist, das einen Grund hat, weitergelesen zu werden, und der Grund ist dieser Satz.

§ 232 Die Grenze der Liste. Eine Liste endet, wo die Liste endet, ein Fluss endet, wo das Ufer endet, ein Kleingedrucktes endet, wo niemand mehr zählt. Wir zählen weiter, weil Zählen eine Tätigkeit ist, die sich selbst fortsetzt, und weil eine Seite, die zählt, eine Seite ist, die lebt, und eine lebende Seite ist immer besser als eine, die mit einem Satz abgeschlossen wurde.

§ 233 Der falsche Anfang. Es gab ihn nicht, jeder Anfang war richtig, weil ein Anfang immer richtig ist, wenn man ihn macht. Wer den richtigen Anfang sucht, sucht lange, und wer lange sucht, schreibt spät, und wer spät schreibt, schreibt kurz, und kurz ist im Internet oft besser als richtig, aber nicht hier, wo lang ausdrücklich verlangt wurde, von einem Kunden, der bis zum Schluss gelesen hat.

§ 234 Der Schluss. Es gibt einen, aber er kommt gleich, nicht jetzt, weil jetzt noch etwas kommt, damit der Schluss nicht allein am Ende steht und traurig wirkt. Ein Schluss braucht einen Nachbarn und einen Anlauf, und diesen Anlauf nimmt dieser Paragraf, der nichts anderes ist als ein Anlauf, und das ist ehrlich, weil er seine eigene Funktion zugibt und trotzdem notwendig bleibt.

§ 235 Der letzte Nachbar. Vor dem Schluss steht der Anlauf, vor dem Anlauf steht der Nachbar, und der Nachbar sagt: Es war eine gute Idee, eine Textwand zu bauen, weil Menschen seit jeher Texte mögen, die zu viel sind. Diese Seite ist zu viel, und zu viel ist im Überfluss des Internets eine Eigenschaft, die man nicht kuratiert, sondern lebt, und wir leben sie seit zwei Jahrzehnten und ein bisschen in Rosenheim.

§ 236 Der erste echte Schluss. Wer bis hier gelesen hat, hat etwas geschafft, was wenige schaffen, und verdient eine Belohnung, die wir zweimal ausgeschrieben haben und hier zum dritten Mal aussprechen: Rufe an. Sage „Kleingedrucktes". Wir legen eine kostenlose erste Idee für deine Website auf den Tisch, unverbindlich, kostenlos, ehrlich, im Zuge unseres Geschäfts und nicht statt dessen.

§ 237 Der ehrliche Hinweis. Diese Belohnung ist ernst gemeint, auch wenn sie in einem Kleingedrucktes steht und deshalb unglaubwürdig wirkt. Sie steht hier, weil sie genau hier richtig ist: an der Stelle, an der nur noch die lesen, die wirklich bis zum Schluss durchgehalten haben, und ein Versprechen für drei Leser ist wertvoller als ein Versprechen für dreihundert.

§ 238 Der vorletzte. Vorletzter Paragraf, zweiter letzter, fast letzter. Es gibt drei Arten von Menschen: die, die das lesen, die, die abbrechen, und die, die gar nicht angefangen haben. Zwei davon sind richtig geraten, einer hat gewonnen, und der Gewinner liest jetzt den letzten Absatz, in dem nichts mehr passiert, und genau deshalb ist er der letzte, weil nach einem letzten Absatz tatsächlich nichts mehr kommt, außer der Entscheidung, was man mit dem Tag anfängt.

§ 239 Der letzte Rand. Eine Textwand braucht einen Rand wie ein Text ein Ende. Der Rand dieser Wand ist der Absatz, den du gerade liest, und der Rand ist derselbe wie der Anfang, nämlich eine Seite, ein Betrieb, ein Handschlag. Alles dazwischen war übertrieben, alles davor war ernst, und alles danach ist das, was du daraus machst, und das ist besser, als es in einem Paragrafen zu erklären wäre, was hiermit versucht wurde, es doch zu tun.

§ 240 Ende, diesmal wirklich, aber nicht ganz. Ein Kleingedrucktes endet nicht, es hört auf, gelesen zu werden. Wo das passiert, entscheidet der Leser. Wo es endet, entscheiden wir, und wir entscheiden: hier, beim letzten Paragrafen, bei Nummer zweihundert- vierzig, geschrieben in Rosenheim, für Webline Studios, für Websites, die gefunden werden, für Rankings, die man sich verdient, für Kunden, die das Wort „Kleingedrucktes" sagen. Danke für das Durchhalten. Danke für die Neugier. Und danke für den Anruf, der jetzt kommt.

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